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  • Silke

Wer Neues sehen und erleben will, muss die gewohnten Pfade verlassen

Unsere Welt scheint sich immer schneller zu verändern. Nichts scheint im Leben mehr so sicher, wie es z.B. vor 50 Jahren war. Jedoch wollen wir unser Leben möglichst vorhersehbar verbringen, weil Veränderungen jeglicher Art Unsicherheit oder Angst auslösen können.


Dabei vergessen wir, dass wir in unserem Teil der Welt von einer sehr langen und kriegsfreien Periode gesegnet wurden. Nun, zumindest in den größten Teilen von Westeuropa. Somit mussten wir über Jahrzehnte nicht fürchten, allen Besitz oder auch das eigene Leben zu verlieren.


Da wir allerdings einen noch nie zuvor da gewesenen Zugang zu Informationen aller Art haben, sind wir auch dementsprechend einer riesigen Flut von Tatsachen ausgesetzt.


Selbst wenn wir nicht direkt persönlich von den meisten Dingen betroffen sind, so wirken die Sachverhalte und Wirklichkeiten in uns nach, fördern unsere Ängste und lösen Stress in uns aus.


Um mit dieser Flut von Informationen umgehen zu können, erschaffen wir einen Alltag, der durch seine regelmäßigen Strukturen bestimmt ist.


Mit diesen Routinen und Pläne wollen wir uns Sicherheit geben, und wir möchten so wenig wie möglich etwas dem Zufall überlassen. Aber wie sicher ist diese Sicherheit?


Bitte verstehe mich nicht falsch! Ein guter Plan für ein Projekt oder Vorhaben kann Gold wert sein!


Ich bin selber ein Verfechter von gewissen Routinen. Sie können dabei helfen, Strukturen etwa gegen Stress zu schaffen, wenn man sie entsprechen anwendet.


So hilft ein bestimmter Schlafrhythmus gegen Übermüdung und Erschöpfung, die durch Stress entstehen. Einer meiner ersten Vorschläge in meinem einfach stressfreier-Kurs ist es etwa, die Schlafgewohnheiten mit den eigenen Bedürfnissen zu vergleichen und diese beiden besser auf einander abzustimmen.


Wenn z.b. der Druck bei der Arbeit so groß ist, dass man unruhig schläft und oft nachts aufwacht, dann ist es das Beste, regelmäßig zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und genug Stunden zu schlafen. Durch diese Schlafroutine kommt der Körper viel besser zur Ruhe.

Aber diese Sicherheit gibt es so nicht im Leben.

Viele Menschen halten sich jedoch an Routinen fest, die ihnen eine gewisse Beständigkeit geben.


Aber diese Sicherheit gibt es so nicht im Leben. Krankheit und Tod können überraschend kommen - und niemand kann solche Ereignisse einplanen noch voraussagen.


Jedoch muss nicht jede Abweichung von Routinen und Sicherheit negativ sein. Die schönsten Momente können aus etwas Überraschenden entstehen.


"Wir haben das schon immer so gemacht" bedeutet nicht, dass es unverrückbar ist und nicht auch mal hinterfragt werden darf.


Wer regelmäßig über den eigenen Tellerrand schaut und sich auch auf unbekanntes Terrain begibt, reduziert die Ängste vor dem Neuen und dem Unbekannten.


Und Sätze wie "das kann ich nicht", sollte man bei sich selber durchaus einmal hinterfragen.


Nun gut, wer Höhenangst hat, muss nicht automatisch, um einmal die eigene Komfortzone zu verlassen, einen Fallschirmsprung wagen. Aber wer noch niemals in einem klassischen Konzert war, könnte eines besuchen.


Auch wer sich ständig einredet, er oder sie könne nicht rückwärts einparken - warum sich nicht jemanden suchen und dann so lange zusammen üben, bis es klappt?


Sich auf ein unbekanntes Terrain begeben, kann man auch ganz wörtlich nehmen: den Spaziergang am Sonntag von den ausgetretenen Pfaden in eine benachbarte Stadt verlegen.


Dort läuft man durch ein Viertel, schaut sich Vorgärten an und schöne, interessante und weniger schöne Häuser an. Vielleicht denkt man darüber nach, welche Menschen wohl in den Häusern leben, und was sie gerade bewegt.


Meine Mutter und ich betreiben dieses Spaß bereits seit Jahrzehnten. Unser Spiel heißt: oh, wollen wir hier hinziehen? Welches Haus gefällt uns?

Wer sich auf solche Reisen begibt, hat auch weniger Angst.

Am besten hat uns das Spiel vor Jahren in Rom gefallen, bei dem wir aus den Gassen mit dem Blick hinauf, uns die schönsten Wohnungen mit Dachterrassen heraussuchten, und uns vorstellten wie es wohl wäre, über den Dächern dieser alten, wunderbaren Stadt zu leben.


Wer sich in der Phantasie, aber auch in der Wirklichkeit auf solche Reisen begibt, der hat auch weniger Angst, wenn es im Leben zu ungeplanten Veränderungen kommt.


Das Rezept heißt: offen für Möglichkeiten bleiben, heiter und entspannt sein, auch wenn etwas Unvorhergesehene geschieht - und sich manchmal im Leben einfach treiben lassen, wie ein schwimmendes Stück Holz in einem Bach oder Fluß.


Es gibt ein Buch von der amerikanischen Psychologin Tania Luna über die Formen von Überraschungen im Leben und wie man damit umgeht. In diesem Buch beschreibt sie, wie aus kleinen Momenten Großes entstehen kann, wie aus einem Small-Talk eine tiefgreifende Unterhaltung wird, und dass meist erst eine Überraschung aus einer guten Idee, eine Superidee entstehen lässt.


Wen das Thema näher interessiert, dem lege ich das Buch* Surprise von Tania Luna ans Herz. Leider gibt es nur eine Version in englischen Sprache:

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Ich habe eine Methode, die ich in meinem BEGINNE.DEIN.LEBEN Training erkläre und der mich ein ganzes Modul widme. Sie hilft beim Umgang mit Überraschungen und dem daraus folgendem Stress.


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