So ist das, wenn Menschen einen großartigen Job machen.
- Silke Kristin Juelich

- 1. Jan. 2019
- 1 Min. Lesezeit
Ich habe einige Zeit auf der Intensivstation verbracht und dort mit dem Tod gerungen. Dort habe ich es oft ganz anders erlebt.
Ich bekam sehr schnell ein Durchgangssyndrom, zwei künstliche Komata taten den Rest:
Ich war sehr oft verwirrt, konnte mich nicht erinnern, was mir passiert war. Ich war immer zutiefst verängstigt, wenn mich ein*e Pfleger*in angefahren hat, weil ich die Klingel nicht benutzt habe: dabei wusste ich in dem Moment überhaupt nicht, was das ist!
Aber es ging auch anders:
Einen Tag kam ein großer Pfleger ins Zimmer, während ich bereits von zwei anderen betreut wurde.
Ich war einigermaßen klar im Kopf. Das bedeutet für die Intensivstation, dass ich für eine kurze Zeit gemerkt habe, wenn jemand mit mir sprach und auch den Inhalt der Worte verstand.
Der Pfleger sagte: "Liebe Frau Juelich, Sie haben die Wahl: Ich kann sie jetzt umbetten, oder wir waschen Ihre Haare."
Weil ich mich nicht bewegen konnte und beim Liegen extreme Schmerzen hatte, sagte ich sofort: "Umbetten". Das war für mich immer wie ein Gewinn in der Lotterie.
Er hob mich ganz vorsichtig hoch und legte mich auf die andere Seite. Ich hätte weinen können vor Glück, einige Momente ohne diese Schmerzen zu verbringen. Er wusch mir übrigens dann doch 😊 noch die Haare.


















































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